Gedanken

3. April 2016

Immer wieder sonntags #60

Heute gibt es wieder Mal einen Beitrag aus dem realen Leben einer fast 55-Jährigen. Also einer Frau mitten im Leben, der man laut meines Sohnes das Alter überhaupt nicht ansieht. Vielen Dank, lieber Sohnemann, für das liebe Kompliment 😍

Wohlfühlglück-Anke-Immerwiedersonntags2

Meine Gedanken zu den Ereignissen der letzten Wochen möchte ich gerne mit euch teilen. In den letzten Wochen haben sich die Ereignisse bei den Promis ja förmlich überschlage. Und damit meine ich nicht Klatsch und Tratsch vom Feinsten. Sondern leider die traurigen Todesnachrichten von Guido Westerwelle und Roger Cicero. Und auch wenn noch weitere, bekannte Personen gestorben sind, so hat mich das doch besonders geschockt. Ich meine, die beiden waren jünger als ich. Da kam ich in den letzten Wochen schon ins Grübeln. Einfach so aus dem Leben gerissen zu werden ist schon hart und das mit 45 Jahren, das ist definitiv zu früh. Als ich dann zu Roger Cicero die dazugehörigen Schlagzeilen über eine mögliche Überanstragung oder ähnliches gelesen habe, wurde ich noch nachdenklicher (an dieser Stelle sei mal dahin gestellt, ob die nun wahr sind oder nicht. Das soll nicht das Thema sein.). Und wieder landete ich bei dem Thema Achtsamkeit.

Alltagsstress
Überschätzen wir uns alle zu sehr und hören nicht auf unseren Körper? Nehmen wir Warnsignale nicht ernst? Und wie ist das gerade bei uns Frauen in der Lebensmitte? Die tägliche Arbeit im Büro, im Geschäft, in der Klinik oder in der Arztpraxis muss heutzutage bestens erledigt werden. Der Haushalt und der Garten sollen tip top sein. Der Austausch mit den Freunden soll auch regelmäßig statt finden. Die Familie möchte umsorgt werden, denn egal wie alt die Kinder sind, sie brauchen immer ihre Ansprechpartner. Der Sport soll aber auch nicht zu kurz kommen. Und der Kaffeeklatsch-Termin mit der besten Freundin ist auch schon wieder einen Monat her. Puh, überfordern wir uns nicht alle tagtäglich?!

Mit Joggingschuhen durch das Leben rennen
Das kennen viele. Ich will das aber nicht (mehr)! Und gerade jetzt im Frühling fällt mir der Neuanfang für ein mehr Achtsamkeit ein wenig leichter. Ich setzte mich gerne in unseren Garten und genieße die Natur, auch wenn der Garten noch nicht so perfekt ist. Da arbeiten wir noch dran. Ich habe mir vorgenommen mehr Zeit mit mir selber zu verbringen. Und die jüngsten Nachrichten haben mich darin nur bestätigt. Dazu gehört auch, dass ich lernen muss mit meinen Kräften, die mir gerade in den Wechseljahren zur Verfügung stehen, zu haushalten. Mich nicht zu überschätzen und zu überfordern. Das ist für mich gar nicht so einfach und ich ertappe mich öfter, dass ich in meine alten Gewohnheiten, alles auf einmal erledigen zu wollen, zurückfalle.

Wohlfühlglück-Anke-Immerwiedersonntags

Der Nachteil an der Sache: Manchmal schaffe ich vielleicht nur zwei oder einen neuen Blogpost in der Woche für euch. Aber mein Blog ist nun mal ein 45+ Blog und hier möchte ich auch nur authentische Berichte aus meinem Leben schreiben. Ich bemühe mich in meinem Blogbeiträgen, die Themen aufzugreifen, die mich mit Mitte fünfzig (und auch andere) beschäftigen. An dieser Stelle möchte ich mich bei euch bedanken – den Lesern und Leserinnen, die meinen Blog mit Begeisterung lesen und ganz liebe Kommentare schreiben, egal wie viele Posts in der Woche online gehen. Danke für Eure Begleitung! Ich werde jetzt auf unsere Terrasse gehen und den schönen Sonntag genießen.

In diesem Sinne euch auch eine schöne, achtsame Zeit.
Bis bald,
eure Anke

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10 Kommentare zu “Gedanken

  1. Liebe Tina, Du musst unbedingt auf deinen Körper hören, sonst bleibt Dir in den späteren Lebensjahren, keine oder nur wenig Kraft….
    Ich weiß, dass ist nicht leicht, aber setze Dir kleine Ziele…
    Viel Erfolg!!!!
    Liebe Grüße Anke

  2. auch ich habe gerade 2 todesfälle zu verarbeiten. der mann meiner mutter ist verstorben und sie braucht meine unterstützung mehr, als ich ahnte und die mutter einer freundin musste gehen und wenn ich sehe, was in den zeitungen geschrieben wird, bekomme ich echt die wut, weil es zu 90% schlichtweg falsch ist. die journaille muss ihre familie ernähren, das verstehe ich ja sogar, trotzdem finde ich es schlimm, weil es eben noch viele menschen gibt, die glauben, was in der presse steht. ich gucke lieber auf die bilder, die sagen mir oft mehr. liebe grüße, bärbel (die ihre Laufschuhe schon anhat, aber nicht, um durchs leben zu hasten, sondern nur für die runde zum see)

    1. Liebe Bärbel, da hast Du recht! Bilder sagen mehr als tausend Worte….
      Dir noch einen schönen Tag.
      Viele Grüße Anke

  3. Ich bin auch lange mit Laufschuhen im Hamsterrad gerannt. Irgendwann wurde mir dann klar, dass ich selbst dabei viel zu kurz komme. Seitdem kann ich wunderbar fünfe gerade sein und den Egoisten raushängen lassen. Und dass ich nicht unersetzlich bin, hat sich gerade schön gezeigt: Auch bei sechs Wochen Sofasitzen funktioniert hier alles prächtig :-)
    Liebe Grüße
    Fran

    1. Frau, muss ab einem gewissen Alter einfach einen PUNKT setzen..
      Ich komme mit meinen “ Zwangspausen“ , auch sehr gut zurecht….

      Liebe Grüße Anke

  4. Mich haben diese Nachrichten auch sehr getroffen. Durchs Leben zu rennen kann finde ich auch nicht gesund sein. Natürlich haben manche Menschen auch einfach ganz viel Energie und die muss raus und dann überschätzt man sich vermutlich mal. Aber man muss einfach gut auf sich achten. Und zwei Blogposts die Woche schaffe ich schon lange nicht mehr, gerade nicht mal einen 😉 mach dir also dazu nie Stress und dein eigener Rhythmus ist sicher der beste.
    Liebe Grüße Ela

    1. Hallo Ela, vielen Dank für dein Verständnis!!
      Ja, den eigenen Rhythmus zu finden, ist manchmal gar nicht so leicht..
      Viele Grüße Anke

  5. Liebe Anke,
    Solche Nachrichten erschrecken mich auch und machen mir die Endlichkeit bewußt. Viele Jahre bin ich mit Vollgas durch mein Leben gerannt, immer perfekt und doch hat es nie gereicht in meinen Augen, oft am Limit und ständig unter Druck. Inzwischen habe ich vieles geändert, ich bin nachsichtiger geworden, muss nicht mehr alles auf einmal-und entspanne mich langsam. Das ist schön und tut mir gut.
    Lass es dir gut gehen und wenn es mal nicht für einen Post reicht, wird die Welt sich weiterdrehen und wir können das alle verstehen. Und wer nicht, der hat halt Pech gehabt.
    Genieße den restlichen Sonntag
    Andrea

    1. Hallo Andrea, da stimme ich dir zu… Ich habe früher, meine Fenster mit der Zahnbürste geputzt……;) Heute benutze ich meine Zahnbürste ausschließlich für meine Zähne und komme sehr gut damit zurecht..:)))
      Liebe Grüße Anke

  6. Liebe Anke, doch ja ich überfordere mich fast tagtäglich. Mein Körper „jammert“ deshalb auch mit mir. Ich habe mir auch vorgenommen das zu ändern. Das erfordert einiges an Willenskraft und Durchsetzungsvermögen und dem Lernen Nein zu sagen.
    Ich wünsche uns beiden viel Erfolg;)
    Liebe Grüße Tina

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