Über die Sache mit dem Altern

1. November 2015

Immer wieder sonntags #44

Älterwerden – das ist ein Thema für sich. Für viele Frauen ist es in dieser Zeit geradezu schockierend die ersten Fältchen oder die nicht mehr so straffen Oberschenkel und Oberarme zu entdecken. Mittlerweile habe ich gelernt, das Älterwerden eigentlich ganz schön ist. Und meiner Meinung nach kommt es eh vor allem auf die innere Haltung und das eigene Ich-Gefühl an. Eine Zahl, die jedes Jahr steigt, hat für mich wenig damit zu tun. Und den körperlichen Veränderungen und der fehlenden Elastizität  probiere ich mit Sport entgegen zu treten. Auch wenn es mir manchmal schwer fällt, so genieße ich doch die Erfolge bei regelmäßiger Bewegung.

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Für mich hat das Älterwerden viele positive Dinge mit sich gebracht. Endlich wieder mehr Zeit für mich. Auch wenn ich die tägliche Arbeit nicht missen will – ich mag den Kontakt zu Menschen und das Training für die grauen Zellen -, so kann ich mir heute doch die Zeit besser einteilen. Vor allem weil ich erst im Laufe der Jahre gelernt habe, auf meinen Körper zu hören und eine Pause zu machen, wenn die Akkus mal wieder neu aufgeladen werden müssen. Seit die Kinder aus dem Haus sind, sind auch die eigenen Hobbies wieder mehr in den Fokus geraten und ich genieße es sehr, auch mal neue Sachen auszuprobieren – wie zum Beispiel die Sache mit dem Blog hier. Ging es in früheren Jahren oftmals darum die Brötchen zu verdienen und für Ordnung zu sorgen, habe ich heute gelernt mehr auf mich selbst zu achten. Ich nehme mir jetzt mehr Zeit, um mich mir selbst zu widmen.

Ich hab viel aus den schönen Erlebnissen der letzten Jahre gelernt, aber gerade die schweren haben mich reifen lassen, auch wenn sie mich manchmal an meine Grenzen gebracht. Meine wichtigste Erkenntnis: Gesundheit ist das Größte, was wir haben und will sorgsam behandelt werden. Ich gehe heute viel besser mit mir selbst um, achte mehr auf mich. Mein Körper regeneriert sich halt nicht mehr wie der einer 20-jährigen. Ich gönne mir heute mehr Pausen und genieße bewusster – was gibt es im November beispielsweise schöneres als mit dem Lieblingstee und einem spannenden Buch auf der Couch zu sitzen? Vor einigen Jahren wäre das für mich noch undenkbar gewesen.

Wie ist das Älterwerden für euch? Und was war eure wichtigste Erkenntnis im Laufe der Jahre?

Einen schönen Sonntag und bis bald,
eure Anke

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6 Kommentare zu “Über die Sache mit dem Altern

  1. Hi Anke,

    ich lese immer wieder wie andere Bloggerinnen sich mit dem Alter(n) angefreundet haben. Muss allerdings zugeben – auch wenn ich es nicht ändern kann – ich habe mich noch nicht damit angefreundet. Wenn es eine Pille geben würde, die einem auf einen Schlag wieder 20 Jahre jünger machen würde, ich wär dabei. Allerdings müsste die Zahl dann natürlich auch im Ausweis stehen…sonst hilft es ja nichts.

    Und DAS ist das was mich stört. Man wird so oft wegen dieser Zahl in eine Schublade gesteckt. Das mögt Ihr vielleicht nicht nachvollziehen können, aber wenn man als eine wenige der Älteren in einer Branche arbeitet, in der ein ziemlicher Jugendkult herrscht (und in vielen Unternehmen z.B. grundsätzlich keine Leute ü40 eingestellt werden), dann sorgt das für Zukunftsängste. Immerhin habe ich noch gut 20 Jahre Arbeitsleben vor mir… und die möchte ich nicht „vor-mich-hinhartzen“ müssen (um auf die Rente zu warten), nur weil mich mit ü40 keiner mehr will… Diese Altersdiskreminierung (von wegen Fachkräftemangel, PAH!) macht mich wütend UND macht mir Angst.
    Und deshalb sehe ich das mit dem Alter eben nicht so locker.

    Lg, Annemarie

    P.S.: Ein Bekannter von mir ist ü50 – m.M.n. hochqualifiziert, aber findet partout keinen Job mehr…nur mal so als Beispiel.

  2. Genau das selbe wie Sabine habe ich auch gedacht . Das Heute und das jetzt kann ich auch viel mehr genießen . 2 von unseren Jungs wohnen noch zu Hause . Wo bei einer von beiden am WE mehr bei seiner Freundin ist . Und der Kleine die Zeit ohne Mama auch für sich genießt . Von daher haben alle was davon :))
    Eine schöne Woche für Dich
    LG heidi

    1. Zwei noch zu Hause zu haben ist aber auch sehr schön! Genieß die Zeit – mit ihnen und die Pausen ohne sie 😉 Einen schönen Start in die Woche LG Anke

  3. Pausen einlegen, wenn der Akku leer ist. Auch mal an sich selbst denken. Das sollten nicht nur Mädels in unserem Alter. Aber für Frauen mit Kindern, die im Berufsleben stehen, oft schwer umzusetzen. Vor allem nicht mit dem „Schicksal“ hadern. Die Zeit können wir nicht zurückschrauben. Ich nehme mir einfach mehr Freiheiten heraus als noch vor 20 Jahren.

    LG Sabine

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