Ankes Beauty-Lexikon #3 freie Radikale

3. Dezember 2014

Heute gibt es mal wieder etwas für die Wissbegierigen unter euch.

Was hat der Weihnachtsstress mit den „freien Radikalen“ zu tun?

AnkesBeauty-Lexikon3

Mitochondrien sind die Kraftwerke unserer Zellen. Um zu überleben, brauchen wir Energie. Diese wird durch die Nahrung gewonnen und gelangt über das Blut in die Zellen. Dort findet, ähnlich wie mit dem Benzin in einem Motor, eine Verbrennung statt. Nahrung = Energie. Diese Verbrennung findet in den Mitochondrien statt. Deshalb werden sie auch Kraftwerke unseres Körpers genannt. Als Abfallprodukt dieser Verbrennung entsteht Kohlendioxid und sogenannte freie Radikale. Darunter versteht man besonders reaktionsfreudige Sauerstoff-Moleküle (kleinste Einheit einer chemischen Verbindung), die Zellstrukturen, Eiweiße und Erbinformationen schädigen können.

Und nun? Sind wir den freien Radikalen schutzlos ausgeliefert? Meine Antwort ist NEIN, denn wir können etwas dagegen tun. Die Gegenspieler der freien Radikale heißen Antioxidantien (oder auch „Radikalfänger“). Antioxidantien zerstören die freien Radikale. Unser Körper produziert ein gewisses Maß an Radikalfängern, so dass immer ein gesundes Gleichgewicht im Körper vorhanden ist. Dadurch, dass wir älter werden, altern jedoch auch unsere Zellen und es kommt vermehrt zu freien Radikalen. Das Gleichgewicht zwischen freien Radikalen und Antioxidantien entscheidet, wie schnell eine Zelle altert. Bis zum 30. Lebensjahr können wir noch von einem gesunden Gleichgewicht ausgehen, danach müssen wir der Schädigung der Zellen entgegenwirken, zum Beispiel, indem wir viel Obst und Gemüse essen.

Das Ungleichgewicht zwischen freien Radikalen und Antioxidantien nennt man „oxidativen Stress“. Univ. Prof. DDr. Johannes Huber sagte einmal: „Die Kunst […] liegt darin, dem Körper ausreichend Energie zur Verfügung zu stellen, anderseits aber auch Vorsorge zu treffen, um die damit verbundenen Freien Radikale zu dezimieren […]“.

Je mehr Energie in unseren Kraftwerken (Mitochondrien) gebildet werden muss, um Körperfunktionen auf Hochtouren laufen zu lassen, desto mehr Abfallprodukte (freie Radikale) fallen an.

Was man dagegen tun kann:

  • nicht rauchen
  • mäßig Sport treiben (keine großen Überanstrengungen)
  • gesunde Ernährung ( z.B. Selen, enthalten in Fisch, Milch, Nüsse)
  • Zink ( z.B. Austern, Käse, Haferflocken, Kalbfleisch)
  • Stressminimierung (Nur zum Vergleich: eine Arbeitsbiene lebt im Durchschnitt 3 – 6 Monate, eine Schildkröte 150 Jahre 😉 Ruhe tut also gut!)

Daher gilt besonders jetzt in der freien Zeit: Öfter mal eine Runde Durchatmen. Da freut sich auch der Körper und die freien Radikale haben gleich weniger Chancen.

Eine schöne, entspannte Vorweihnachtszeit wünsche ich euch.

Bis bald,

eure Anke

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2 Kommentare zu “Ankes Beauty-Lexikon #3 freie Radikale

  1. Der Vergleich zu Schildkröten, liebe Anke, ist toll. Es stimmt mich sofort ruhiger ein! :-) Und nicht vergessen: Sonnenschutz (UV-Strahlen sind der Produzent Nr 1 von freien Radikalen).

    1. Liebe Pia, das mit den Schildkröten ruf ich mir auch immer in den Kopf, wenn ich mich zu sehr stresse 😉 Danke für die Tipp-Ergänzung 😉 da hast du natürlich vollkommen recht :)

      Liebe Grüße,
      Anke

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