Ankes Beauty-Lexikon #5

24. Juni 2015

Derzeit brauchen wir uns hier im Norden keine Sorgen zu machen, dass die Sonne unserer Haut gefährlich wird. Sie ist im Moment eher norddeutsch zurückhaltend. Durch meine Arbeit als Kosmetikerin und Präventionstrainerin sind mir Fragen oder auch Ängste meiner Kundinnen gegenüber Sonnenstrahlung aber nicht fremd. Ich persönlich habe ein ganz entspanntes Verhältnis zur Sonne, die uns ja auch vieles Gutes bringt. Dass die Sonne aber nicht nur gut für unsere Haut ist, ist leider auch eine Tatsache.

Ein hoher Prozentsatz der Bevölkerung reist im Urlaub in südliche Länder mit starker Sonneneinstrahlung – kein Wunder bei dem Wetter hier… Die Tendenz auch im Winter in subtropische Länder zu reisen steigt stark an. Die Mitteleuropäer halten sich heute wesentlich länger in der prallen Sonne auf, als noch vor 65 Jahren. Dunkle, von der Sonne gebräunte Haut ist zu einem Schönheitsideal geworden. Wie stark die Sonneneinstrahlung wirklich ist, ist von verschiedenen Faktoren abhängig:

  • Ozon
  • Tageszeit
  • Jahreszeit
  • Geographische Breite
  • Höhe
  • Witterungsbedingungen
  • Reflektion

AnkesBeauty-Lexikon5

Jeder von uns weiß aber auch, dass zu viel Sonne ohne ausreichenden Schutz, die Haut sehr schnell altern lässt und sogar zu bösartigen Tumoren führen kann. Trotzdem steigt die Hautkrebsrate rasant an. Die Anzahl der Fälle von schwarzem Hautkrebs, der gefährlichsten Form, stieg zwischen 2005 und 2012 um 60%, beim sogenannten hellen Hautkrebs um 80% an. Allerdings, das sollte man an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, kann auch Rauchen das Hautkrebsrisiko verdreifachen. Insgesamt waren 2012 ca. 1,6 Millionen Menschen von einer dieser beiden Diagnosen betroffen – eine beachtliche Zahl.

Wie verhalten sich die meisten Leute denn bei starker Sonneneinstrahlung? Da beim Aufenthalt in der Sonne meist nur ein Minimum der Körperfläche mit Kleidung bedeckt wird, sollte die Haut ausreichend mit Cremes geschützt werden. Erst kürzlich habe ich in einem Artikel gelesen, dass rund 80% der Deutschen Sonnenschutz im Urlaub verwenden – die Zahl lässt hoffen. Weniger als 40% schützen sich jedoch beim Sport oder der Gartenarbeit – ausbaufähig! Ein häufiges Problem ist die Wahl eines zu geringen Lichtschutzfaktors. Die meistens unterschätzen die Sonne und überschätzen ihre Haut. Zudem sollte der Schutzfilm regelmäßig erneuert werden. Einmaliges Auftragen schützt nicht bis zum Abend. Die Sonnencreme sollte immer mit in die Natur oder zum Strand genommen werden. Alle zwei bis drei Stunden sollte man nachcremen.

Aber Fakt ist: Nicht nur unser Planet, auch wir brauchen die Sonne zum Leben. Zum Beispiel für die Produktion von Vitamin D für unsere Knochen und Osteoporoserprävention. Auch für unsere Seele ist die Sonne wichtig. Unser Wohlbefinden ist an Sonnentagen nachweislich gesteigert.

Ich gebe meinen Kunden immer folgende Ratschläge mit auf den Weg:

  • immer mit Sonnenschutz rausgehen, es gibt auch gute Tagescremes mit Lichtschutzfaktor
  • nicht in der prallen Mittagssonne aufhalten, das tut auch dem Kreislauf nicht gut
  • wenn der Tag draußen verbracht wird, mindestens Lichtschutzfaktor 30 verwenden, an der See und in den Bergen 50

Ich denke so kann man einen guten Kompromiss mit der Sonne finden und sie dennoch ausreichend genießen. :)

Bis bald,
eure Anke

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2 Kommentare zu “Ankes Beauty-Lexikon #5

  1. Hallo Anke, ich habe mir jetzt auch Lippenpflege mit Lichtschutzfaktor geholt. Was für die Haut gilt, muss doch auch für Lippen gelten.
    Ich mag die Sonne, aber ich habe schon immer etwas Angst vor ihrer Kraft.
    Liebe Grüße Ela

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