Bremen – Meine Heimat!

13. März 2015

Stadtmusikanten1„Etwas Besseres als den Tod finden wir überall“, sagen die vier Stadtmusikanten auf dem Weg nach Bremen, wo sie am Ende nie angekommen sind. Schade eigentlich, denn da haben sie einiges verpasst. Wenn ich mal einen klitzekleinen Kurzurlaub brauche, dann fahre ich von Verden in meine Heimatstadt Bremen – das ist ja nur ein Katzensprung entfernt. Und so wie mir geht es offenbar ganz vielen anderen auch. Bremen ist inzwischen eine richtig beliebte Stadt für Touristen geworden. Wie ich erst vor ein paar Tagen in der Zeitung gelesen habe, kommen mehr als eine Million Besucher jedes Jahr hierher. Das hätte ich gar nicht gedacht! Die Touristen trifft man auf jeden Fall bei der Statue der Bremer Stadtmusikanten, direkt neben dem Rathaus. Da drängen sich Spanier, Chinesen, Japaner oder Norweger, um ein Foto mit den Märchenfiguren zu machen, die wirklich weltweit bekannt sind. Darauf sind die Bremer mächtig stolz. 😉 Überhaupt lassen die echten Bremer nichts auf ihre Stadt kommen, was mir immer wieder auffällt.

Der Marktplatz mit Rathaus, Bürgerschaft, Schütting – dem prächtigen Haus der Handelskammer – und natürlich dem Bremer Roland ist Bremens „gute Stube“. Und hier trefft ihr nicht nur Touristen, hier sitzen auch die Bremer im Café, verabreden sich am Roland oder halten einfach mal ein Pläuschchen, wenn sie sich gerade beim Fahrradfahren begegnet sind. Radfahren ist in der Fußgängerzone der Innenstadt zwar verboten, aber naja, so genau nehmen es die Fahrrad-besessenen Bremer damit nicht. Der Marktplatz und nebenan der große Blumenmarkt sind für mich ein Muss – bei jedem Besuch.

        Roland      Rathaus      GuteStube      Dom

Und dann geht’s für mich meistens ins „Viertel“. Vorbei an dem burgähnlichen Klotz der Stadtbibliothek (hier treffe ich in zwei Wochen übrigens die Kölner Autorin Annegrit Arens), ein kurzes Stück durch die schönen Wallanlagen und dann, ja irgendwie beginnt dann eine ganz andere Welt. Am Anfang meiner Tour durch das „1/4“ trinke ich immer einen Latte Macchiato im „Theatro“. Drinnen sieht es aus wie in einem Opernhaus und draußen könnt ihr den Blick auf das geballte Kulturleben von Bremen genießen: Goethe-Theater, Kunsthalle, Wagenfeld-Museum und Gerhard-Marcks-Haus direkt nebeneinander. Das „Viertel“ ist eigentlich das Ostertor-/Steintor-Viertel, aber in Bremen sagen alle nur das „Viertel“. Spätestens wenn ihr mal hier seid, werdet ihr verstehen, warum. Hier gibt es herrliche Jugendstilhäuser, verträumte kleine Gässchen mit Hinterhöfen, Geschäfte, Läden und Boutiquen, türkische Gemüsehändler und arabische Imbisse, Cafés und Pubs und Restaurants. Alls ist bunt und multikulti. Hier kann ich mich jedes Mal beim Stöbern, Shoppen oder einfach nur Gucken verlieren. Wie von selbst lande ich dann irgendwann am Osterdeich, wo bei schönem Wetter halb Bremen an der Weser spazieren geht oder auf den Deichwiesen die Sonne genießt. Ein Stück weiter weseraufwärts, kurz vor dem Weserstadion (wo meines geliebtes „Werder Bremen“ gerade wieder Glanzvorstellungen abliefert :)), findet ihr übrigens noch ein wunderbares Café, das „Ambiente“, das seinem Namen wirklich alle Ehre macht.

 Viertel   Theatro   Ambiente

Ich biege aber am Osterdeich meistens nach rechts ab, wieder in Richtung Innenstadt. Und da lohnt sich ein Abstecher ins Schnoor, dem ältesten Stadtteil Bremens. Dort gibt es die schnuckeligsten Häuser und die schmalsten Gässchen. Und außerdem das „Katzencafé“ – eigentlich ein ziemliches nobles Restaurant mit guter Küche und mediterranem Ambiente. Um dahin zu kommen, müsst ihr euch allerdings durch einen ganz schmalen Durchgang zwängen. Mich lockt es aber immer an die „Schlachte“, die Uferpromenade im Zentrum. Im Mittelalter war hier der Hafen, was man noch an den alten Handelshäusern am Wasser erkennt. Heute ist hier die Biergartenmeile von Bremen, mit Blick auf Bremens berühmteste Brauerei. An der „Schlachte“ habe ich schon manch einen lauen Sommerabend mit gutem Essen und einem Glas Bier verbracht. Und mit einem Bierchen endet dann auch mein Stadtbummel, mit ganz schön viel Wehmut. Ihr habt sicher schon gemerkt, dass ich als gebürtige Bremerin noch immer in meine Heimatstadt verliebt bin. Heimat bleibt Heimat. :)

Schnoor12   Schlachte   Schnoor1

Wenn Ihr jetzt auch Lust auf Bremen bekommen habt, dann macht doch bei meinem Gewinnspiel mit. Die Bremer Touristik-Zentrale hat ein tolles Überraschungspaket spendiert: eine Bremen-Tasche mit Reiseführer, Grünkohl-Kochbuch, Bremen-Monopoly-Spiel, und einigen Dingen, die ihr zum Fahrradfahren gut gebrauchen könnt.

Einfach bis zum nächsten Freitag, 20. März, um 18 Uhr hier einen Kommentar hinterlassen, dann seid ihr bei der Verlosung dabei. Vergesst dabei nicht, eine gültige E-Mail-Adresse im Formular zu hinterlassen, unter der ich euch im Falle eines Gewinns erreichen kann. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird anschließend ausgelost und benachrichtigt. Beachtet bitte, dass eine Teilnahme erst ab 18 Jahren möglich ist, die Verlosung nur innerhalb Deutschlands gilt und der Rechtsweg ausgeschlossen ist.

Ich drücke euch die Daumen und hoffe, ich habe euch Lust auf „mein“ Bremen gemacht! :)

Das Gewinnspiel ist beendet. Das Überraschungspaket der Bremer Touristik-Zentrale hat Rana gewonnen – herzlichen Glückwunsch! Du erhälst eine E-Mail von mir :)

Bis bald, eure Anke

P.S. Wenn euch das noch nicht genug Infos waren und ihr gerne auf dem Laufenden sein möchtet, was in Bremen so los ist, dann kann ich euch diese App empfehlen 😉

In Kooperation mit der Bremer Touristik-Zentrale

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11 Kommentare zu “Bremen – Meine Heimat!

  1. Toller Text über eine schöne Stadt. Das macht neugierig auf mehr und auf jeden Fall Lust darauf, „Dein“ Bremen zu erkunden. Über das tolle Überraschungspaket würde ich mich riesig freuen!!

  2. Ich war letztes Jahr mit meinem Freund in Bremen und sofort begeistert von dieser tollen Stadt!! Über das Überraschungspaket würde ich mich riesig freuen und drücke mir dafür extra fest die Daumen!! Toi toi toi

  3. Als passionierte Radlerin bin ich natürlich auch schon den Weserradweg entlanggeradelt und habe zum Abschluss ein paar schöne Tage in Bremen / Übernachtung in der wunderbar gelegenen Jugendherberge / verbracht. Viel Grüße von Rana ( und alles zum Thema Radeln gewinne ich natürlich gerne 😉 )

  4. Hi,

    ich war erst Ende Februar in Bremen und bin trotz des Regenwetters total von Bremen begeistert gewesen. Im Übersee Museum haben wir uns direkt in die Südsee geträumt, im „Amt“ gabs leckeren Kaffee und in der Bonbon Manufaktur war ich wieder Kind. :) Bremen muss man aber auch im Sommer sehen. Die Stadt hat so viel Grün. :)

    LG Myriam

  5. Liebe Anke,

    als Kind war ich oft mit meinen Eltern in Bremerhaven und Bremen, wir hatten dort Verwandtschaft. Es war eine wunderbare Zeit und die tolle Seeluft tat immer so gut.
    Gern würde ich mal wieder dort hin, in alten Zeiten schwelgen und Neues entdecken.

    Danke für den schönen Bericht!

    Liebe Grüße, Andrea

  6. Was für eine tolle Zusammenfassung! Sie macht wirklich Lust auf einen Bummel durch die Stadt.
    Ich bin vor einigen Jahren (genau umgekehrt wie du..) von Verden nach Bremen gezogen und es nicht bereut. Ich mag Bremen auch sehr und bin glücklich im tollen bunten „Viertel“ zu wohnen. :-)
    Viele Grüße
    Jessica

  7. Dein Beitrag macht mir große Lust auf Bremen – zumal ich wahrscheinlich noch dieses Jahr mit ein paar Freundinnen aus ganz Deutschland Deine Heimatstadt besuchen werde… Und nachdem ich das hier gelesen habe, bin ich jetzt auch richtig neugierig!

  8. Liebe Anke, eine wunderschöne Darstellung auch meiner Heimatstadt (wohne leider noch weiter weg als Du). Und die Wege – perfekt! Genauso würde ich es auch machen. Und noch die Kunsthalle besuchen, die gerade (mal wieder) eine tolle Ausstellung hat (Emile Bernard).
    Liebe Grüße Biggi

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