Farbtypen Blog-Hop

7. Juni 2015

Es ist zwar jetzt schon einige Jahre her, aber ich hatte mal das Vergnügen eine Ausbildung zur Farb- und Stilberatung zu machen. In meinem Job als Kosmetikerin ist es natürlich ungemein wichtig erkennen zu können, wem welche Farbtöne stehen. Damals, in der Kosmetikschule auf der Kö in Düsseldorf, wurde die Einteilung in Frühjahrs-, Sommer-, Herbst- und Wintertypen noch sehr genau genommen. Die Frühjahrs- und Herbsttypen liegen im Bereich der warmen Farbtöne. Sie unterscheiden sich lediglich in ihrer Farbintensität. Die Sommer- und Wintertypen werden hingegen dem kühleren Farbspektrum zugeteilt, was bedeutet, dass der Blauanteil in den Farben stärker ist. Egal welcher Typ, der Ton kann mal kräftiger oder blasser ausfallen. Entscheidend ist demnach nicht die Stärke der Farbe, sondern die kalten Anteile, der Blaustich.

Farbtypen Titelbild

In der heutigen Zeit, in der es Gang und Gebe ist, ständig die Haarfarbe zu wechseln, ist es nicht so einfach einen genauen Typen zu analysieren. Eine relativ zuverlässige Methode dafür sind die Zahn- und Hautfarbe. Dafür benutze ich einen Zahnring bzw. mein geschultes Auge 😉 und meine Hautkoloritkarte. Diese beiden Anhaltspunkte geben auch mit gefärbten Haaren Aufschluss. Auch die Hautbeschaffenheit und der Eigenschutzanteil der Haut können hilfreich sein. Bekommt die jeweilige Person schnell einen Sonnenbrand oder kann sie sich ohne Probleme brutzeln lassen? – Auch, wenn davon eigentlich abzuraten ist. Allerdings kann eine Analyse der Hautfarbe auch durch regelmäßige Besuche im Solarium gestört werden.

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Haare färben, Zähne bleichen, die Haut unter der künstlichen Sonne bräunen – viele Frauen sind in wenigstens einem dieser Punkte aktiv. Der eigene Typ wird also durch verschiedene Maßnahmen verändert, was eine Farbtypenanalyse natürlich erschwert. Ist so etwas denn überhaupt noch relevant? Ich bin der Meinung das kann man so und so sehen. Es gibt viele Frauen, die unsicher sind welche Farben ihnen gut stehen und ihren Typ unterstreichen. Gerade im Bereich Make-up kann der richtige Farbton Wunder wirken. Andererseits ist es auch kein Drama, wenn sich z.B. ein Herbsttyp gerne mal unter den Frühlingsfarben umschaut. Am wichtigsten ist doch, dass sich Mann oder Frau in den Farben wohl fühlt.

„Farbe drückt aus sich selbst heraus etwas aus, das darf man sich nicht
entgehen lassen, davon muss man Gebrauch machen.“
Vincent van Gogh

IMG-20150604-WA0010 KopieDamals wurde ich von meinem Ausbilder als Frühlingstyp eingestuft. Überhaupt nicht mein Ding. Eigentlich sollte ich mich in pastelligen Tönen, wie einem zarten Gelb oder Grün kleiden und vornehmlich Goldschmuck tragen. Stattdessen liebe ich maritime Farben, die in meinem Fall eigentlich alle einen Blaustich haben und trage in meiner Freizeit hauptsächlich Silberschmuck. Ich gehe quasi mit schlechtem Beispiel voran. Aber wisst ihr was? Obwohl ich diese Ausbildung durchlaufen habe und Kundinnen diesbezüglich berate, sage ich immer wieder dazu: Zieh das an, was dir gefällt. Wenn ich mich in den Farbtönen nicht wohl fühle, ist es völliger Quatsch sie zu tragen. Ich mag maritime Töne, also trag ich sie – Ende der Diskussion. Es kann also durchaus hilfreich sein, seinen Farbtyp zu kennen – gerade bei Unsicherheiten. Allerdings ist man nicht genötigt ausschließlich diese Farbtöne zu tragen, auf das Wohlgefühl kommt es an!

Fazit: Farbtypenanalyse – Good to know aber kein Must-Have.

Bis bald,
eure Anke

P.S.: Der Farbton Baker-Miller-Pink hat die beruhigendste Wirkung auf Menschen. Ein Kleidungsstück in der Farbe kann also nicht schaden, wenn man jemanden um den Finger wickeln möchte. 😉

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29 Kommentare zu “Farbtypen Blog-Hop

  1. Findest du so eine Farbberatung Ausbildung wäre wichtig zusätzlich zur Kosmetik Ausbildung? Ich habe mir das nämlich schon mal überlegt und ich weiss, dass das auch einige Mädchen mit denen ich an der Kosmetikfachschule war gemacht haben.

    1. Moin moin, entschuldige die späte Antwort. Eine Farb.- und Stilberatung ist immer eine gute Ergänzung zum Beruf einer Kosmetikerin. Allerdings gibt es an einigen Schulen auch einen Zusatzkurs zur Visagistin. Dann hättest du schon sehr viel von der Farbenlehre gelernt. Eine aufwendige Ausbildung würde ich nicht empfehlen, da der Hype denke ich in den 80zigern war. Heute sind die Frauen sehr selbstbewusst und tragen das, wozu sie Lust und Laune haben. Wenn du dich fachlich weiterbilden möchtest, kann ich dir Aufbauseminare im Bereich Anti-Aging und Prävention empfehlen. In ein paar Jahren werden wir es hauptsächlich in unserem Beruf mit älteren Menschen zu tun haben. Falls Du in diesem Bereich noch weitere Tipps brauchst, schreibe mir einfach mal eine Mail :)
      Liebe Grüße
      Anke

  2. Musste die Farbe auch erst einmal googeln und habe dann z. B. folgendes Zitat gefunden: „Selbst wenn eine Person versucht in Gegenwart von rosa aggressiv zu sein, kann sie es nicht. Die Herzmuskeln können nicht schnell genug sein. Es ist sie eine sich beruhigende Farbe, die Energie bindet. Sogar die Farbenblinden werden durch rosa Zimmer beruhigt.“ – Hm … – ich zweifle. 😉

    Ansonsten: Ein sehr interessanter Post. Das mit den Zähnen habe ich auch noch nie gehört. Persönlich gefällt mir das mit der Haut-, Haar- und Augenanalyse dann auch besser. 😉

    Wie Du schon schreibst – auf’s Wohlgefühl kommt’s an – find‘ ich gut!
    LG
    Gunda

    1. Das muss wirklich was Unbewusstes sein Gunda, ich würde rein logisch bei der Farbe auch nicht an Entspannung denken 😀
      Liebe Grüße Anke

  3. Nix gegen PINK, aber in so einer Zelle bekäme ich einen zuviel :) Toller Beitrag liebe Anke, ich habe bissel was zu den Hintergründen gelernt und hoppe jetzt mal weiter zu den anderen Damen. Liebe Grüße – Bärbel ☼

  4. Das mit den Zähnen finde ich ja höchstinterssant.
    Bei mir haben die Zähne noch ihre normale Farbe. Die auf dem Kopf ist zur Hälfte draußen und ins Solarium gehe ich nicht.
    Ist das ganz oben eine Hautfarbenkarte? Wie nennt man denn den Ton ganz links und den 2. von rechts?
    Um mich in einen anderen Farbtypen zu verwandeln bin ich wohl irgendwie zu faul. Ich will einen Pulli anziehen und sofort gut aussehen. Ohne Schminke.
    LG Sunny

    1. Ja genau Sunny. Das eine ist eine rosa Pigmentierung der Haut, das andere eine bräunliche. Die genauen Namen der Töne kann ich dir gerade gar nicht sagen…
      Liebe Grüße Anke

  5. Witzig noch ein Frühling der gerne andere Farben trägt . Wenn ich hätte wählen dürfen , wär ich gerne der winter geworden 😉 Von daher kann ich Deine Vorliebe sehr verstehen :))

    LG Heidi

  6. Hallo Anke,

    ich finde es schön alle eure Erfahrungen und Erlebnisse in diesem Bereich zu lesen.
    Ich selber bin ein Sommertyp und wäre bei der Farbberatung fast vom Stuhl gefallen als ich „meine“ Farben gesehen habe… Aber zu ein paar Farben habe ich auch vorher schon instiktiv gegriffen – also immer schön auf das Bauchgefühl hören :)

    LG Kerstin

  7. Hallo Anke,
    ich finds super, dass du nach deinem Bauchgefühl gehst.
    Denn ich wäre eigentlich auch ein Sommertyp (?), fühle mich aber in Frühlings- und Herbstfarben wohler und schwarz und meine liebste Schmuckfarbe war schon immer das zauberhafte rotgold!
    LG!

  8. Hallo Anke, toller Bericht ich finde das Spiel mit den Farben immer wieder schön. Ich hatte einmal einen Kustlehrer in der fünften Klasse der meiner Mutter gesagt hat, dass ich unbedingt etwas mit Farben machen soll, weil ich ein so ein nätürliches Gespür dafür habe. Irgendwie hatte er wohl Recht, mir fällt es leicht Farben zu kombinieren, egal wo. Ob bei Kleidung oder im Haus, ich bekomme ganz oft Kompimente, da immer alles so harmonisch ist. Aber dir gelingt das ja auch spielend, wie man immer wieder auf deiner Seite sieht.
    LG Petra

  9. Stimmt, das man sich wohl fühlt, sollte an oberster Stelle stehen!
    und ich finde das dir der maritime Look (den ich allgemein eigentlich nicht so gern mag)
    ausgesprochen gut steht!!!

    Liebe Grüße
    jessi

  10. Liebe Anke, die Farbe musste ich erstmal googeln vor dem Kommentieren, um dazu etwas zu sagen: und danke für den Tipp, mir gefällt sie wirklich sehr gut. Bin ja ein überaus glücklicher Sommer;-) Wie war denn deine Farbentwicklung? Und mal etwas ganz anderes: dein Schrifttyp gefällt mir, wie heisst der denn? LG und schönen Sonntag! Sabina | Oceanblue Style

    1. Ich habe mich früher schon immer klassisch sportlich gekleidet und nie große Ausflüge in die Welt der ausgefallenen Mode gemacht. Da ich früher in einer Zahnarztpraxis gearbeitet habe und nun als Kosmetikerin, war mein Kleidungsstil immer schon zurückhaltend. Ich konnte mich aber auch nie mit Rüschen, Bling Bling und floralen Muster identifizieren. Ich liebe eben meine klassische sportive oder elegante Mode, passt auch besser zu meiner Gradlinigkeit. :) Der Schrifttyp heißt Century Gothic – musste erstmal nachschauen hehe
      Liebe Grüße Anke

  11. Baker-Miller-Pink? Mich entspannt das nicht :)

    Kommst Du mit der Hautkarte klar? Ich habe mir genau die mal ausgeliehen von jemandem und komme da nicht gut klar mit. Liegt vielleicht daran, dass ich von der Bekleidungsseite und nicht der Hautseit mit dem Blick komme. Bei ColorCircus gibt es erheblich feiner abgestuftere Karten, die für mich funktionieren.

    Liebe Grüße an Frau Frühling, die ich den martimen Farben auch gerne sehe!

    1. Ich kann mich auch nicht unbedingt auf die Hautkarte verlassen. Meistens schaue ich mir dann noch einmal genau die Beschaffenheit der Haut an und frage dann die Kundin, wie sie in einigen Situationen reagiert. Dann noch ein Blick auf die Zahnfarbe, um mir ganz sicher zu sein. Aber meistens lassen mich Bauchgefühl und Routine nicht im Stich :)
      P.S. Ich bin mir über die Wirkung des Pinks auch nicht so ganz im Klaren, aber wissenschaftlich fundiert ist es auf jeden Fall 😀

  12. Hi Anke,

    sehr lehrreich Dein Artikel. Vor allem die Sache mit der Zahnfarbe, davon hab ich noch nie zuvor gehört. Auch nicht von Baker-Miller-Pink, das muss ich gleich mal googlen :-)

    Lg, Annemarie

    P.S.: Habs gegoogelt: Ach sooo sieht das aus. Sehr hübsch. Ich glaube ich habe einen Sommerpulli in der Farbe. Wenn’s nicht zu heiß dafür wird, ziehe ich ihn nächste Woche einfach mal an. Danke für die Inspiration!

  13. Moin Anke,
    ich kann mir gut vorstellen, dass es schwierig ist, einen Farbtyp zu bestimmen bei all der Haarfärberei und Verfälschungen des natürlichen Colorits. In der Kosmetikbranche ist es vielleicht etwas schwieriger, weil man nicht die entsprechenden Tücher für eine Farbberatung hat. Letztendlich soll jeder die Farben tragen, die ihm gefallen. Es ist schon erstaunlich, dass die meisten Frühlingstypen so gerne Marineblau tragen.
    LG Sabine

  14. Liebe Annemarie, sehr interessant. Hab grad festgestellt das ich wohl eher langweilig bin. Weder sind meine Zähne gebleicht, noch geh kch ins Solarium, noch färbe ich meine Haare. Was ist nur mit mir los?
    Na ich bin natürlich ;), bin wie ich bin.
    Wenn der onlinetest recht hat und ich ein Frühlingstyp bin… damit könnte ich leben, aber auch nur mit dieser erweiterten Farbpalette in der marineblau enthalten ist.
    Danke für Deinen interessanten Einblick in die Analyse des Farbtyps.
    Da finde ich sieht man ganz gut wie komplex das Thema ist.
    Wünsch Dir einen schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

  15. Baker-Miller-Pink?! Soso :)
    Das muss ich jetzt glaub haben, man lernt ja wirklich nie aus! Da ich ja pink als Farbe sowieso sehr gern um mich hab, perfekt. Und ich fand es auch eher gut mal zu wissen, zum ausprobieren.
    Ganz liebe Grüße Ela

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