Herausforderung Home-Office

29. November 2015

Immer wieder sonntags #48

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Ich habe lange überlegt, ob ich diesen untypischen Beitrag gerade heute zum 1. Advent schreiben soll. Aber ich schwimme gerne gegen den Strom und das Thema liegt mir einfach auf dem Herzen. Wie manche von euch vielleicht wissen, habe ich seit einigen Monaten mein Studio in unserem neuen Haus untergebracht. Auch mein Büro befindet sich jetzt genau neben meinem Studio. Total praktisch, wie ich finde. Mir kann kein schlechtes Wetter, gerade jetzt im Winter, einen Strich durch die Rechnung machen. Auch meinen Haushalt kann ich jetzt immer zwischendurch machen, so dachte ich es mir jedenfalls. Klar, bevor ich meine erste Kundin im Studio begrüße, ist unten schon klar Schiff.
Vor ein paar Monaten war das noch anders. Ich bin morgens aus dem Haus gegangen und abends nach Hause gekommen, manchmal auch sehr spät. Da wurde gar nicht gefragt, ob es mittags etwas zu essen gibt. Entweder war etwas vorbereitet oder die Küche blieb kalt – Obst ist ja schließlich sehr gesund 😉

Heute ist das anders. Es ist ganz klar, dass der Haushalt nebst Wäsche tippi toppi ist. Auch das Mittagessen muss natürlich pünktlich auf dem Tisch stehen, und alles weitere wie einkaufen oder bügeln kann ja nun ebenso zwischendurch erledigt werden. Schließlich arbeite ich ja jetzt von Zuhause. Aber meine berufliche Arbeit muss ja schließlich auch erledigt werden, und steht für mich als Selbstständige ganz klar an erster Stelle. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Arbeit von Zuhause aus überhaupt nicht anerkannt wird.
Wie ist es bei Euch? Arbeitet jemand von euch im Home-Office? Wie stellt ihr euch der Situation?

Aber vor lauter Diskussion dürfen wir natürlich nicht vergessen, die 1. Kerze anzuzünden. Und einen gemütlichen Tag zu haben! Und ganz ehrlich, ob nun von Zuhause oder von einem anderen Ort gearbeitet wird – die Hauptsache ist doch, dass uns die Arbeit Spaß macht und wir glücklich sind, oder? Habt einen schönen, ersten Adventssonntag.

Bis bald,

eure Anke

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16 Kommentare zu “Herausforderung Home-Office

  1. Liebe Anke, ich weiß genau, was Du meinst, denn ich habe einige Jahre meine Praxis für Psychotherapie daheim betrieben. Mittlerweile arbeite ich seit einigen Jahren wieder als Einkäuferin und bin ehrlich gesagt froh, dass ich nicht mehr von zu Hause aus arbeite. Evtl. kann ich mir vorstellen, vielleicht in einigen Jahren 1 – 2 Tage je Woche Homeoffice zu machen, jedoch auf den Kontakt in der Arbeit mit den Kollegen und das außer Haus sein möchte ich momentan nicht mehr verzichten. Wünsch Dir dennoch von Herzen, dass Du in die Situation hineinfindest, dass Du zufrieden bist und es für Dich passt.
    Liebe Grüße von Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

    1. Danke dir, Rena :) Es ist irgendwie beruhigend zu hören, dass viele meine Anlaufprobleme kennen. Ich bin ja auch nicht unglücklich damit, ganz im Gegenteil. Ich genieße es sehr, aber es bringt halt irgendwie auch neue Herausforderungen mit, die ich vorher nicht hatte 😉 Liebe Grüße Anke

  2. Die Ausrede: „Ich bin doch den ganzen Tag zu Hause, dann kann ich etwas zwischendurch machen….“, kommt nicht in Frage wenn ich von zu Hause arbeiten! Arbeit von zu Hause und Hausarbeit sind zwei verschiedene Sachen und ich muss konsequent sein. Das ist auf jeden Fall eine Herausforderung, klar, aber Mittlerweile schaffe ich das! Ich arbeit aber teils teils und mein Büro ist zuhause.
    LG liebe Anke und eine schöne Adventszeit!
    Claudia
    http://www.claudias-welt.com

    1. Danke dir, Claudia :) Ich denke auch, dass ist der richtige Weg und da muss ich mich jetzt reinfinden :) Aber das wird schon! Liebe Grüße Anke

  3. Liebe Anke, ich bin jemand, der klare Strukturen braucht, sonst verzettele ich mich. Insofern ist Home Office Arbeit eine echte Herausforderung. Auch ich würde alles mögliche im Haushalt sehen und erledigen wollen, aber dann bleibt ja wieder die „professionelle Arbeit“ liegen. Ich würde mich an deiner Stelle mit allen, die tagsüber bei dir daheim sind und etwas von dir erwarten, an einen Tisch setzen und einen Zeitplan besprechen. Und der muss dann eingehalten werden. Vielleicht kannst du abends eine Kleinigkeit vorkochen, muss ja kein Menü sein, dann kann sich das jeder selbst warm machen. Gib dir ein bißchen Zeit, das muss sich alles erst einspielen.
    LG Eva

    1. Gute Idee. Ich glaub auch, wir müssen da jetzt alle reinfinden und dann wird das 😉 Ich genieße ja auch sehr, dass ich jetzt flexibler als vorher bin. Wie alles im Leben hat auch das seine Vor- und Nachteile. Liebe Grüße Anke

  4. Lass Deinen Mann den Artikel lesen.
    Zu Hause arbeite bedeutet nicht, die Arbeit zu Gunsten der Hausarbeit hint anzustellen. ICH würde auch zwischendrin nichts machen, was nicht arbeit ist. Und Mittags PAUSE ist Pause.
    LG Sunny

  5. Ich habe immerhin eine Trennung von 2 Stockwerken zwischen (Dach-)Wohnung und (Souterrain-)Büro, aber dennoch bin ich natürlich in gewisser Weise „home“… Ich koche immer abends, insofern taucht dieses Mittagessen-Thema nicht auf, aber ansonsten regele ich natürlich jede Menge Dinge en passant, einkaufen, dem Handwerker aufmachen, mal eben zwischendurch Wäsche aufhängen usw.. Auf das Ziehen vernünftiger Grenzen zwischen Beruf und Privat muß ich selbst aufpassen, denn sonst tut das keiner. Home office hat jedenfalls seine ganz besonderen, anderen Herausforderungen, an die man sich auch erst gewöhnen muß!

    1. Es ist ja auch echt praktisch, so flexibel zu sein und zwischendurch vieles erledigen zu können. Aber diese Grenzen ziehen muss ich glaub ich erst noch ein bisschen weiter lernen 😉 Der Herausforderung stelle ich mich gern, Vorteile hat es schließlich auch viele und dann wird das alles schon. Danke dir für das Berichten deiner Erfahrungen. LG Anke

  6. Liebe Anke, ich bin ganz froh dass es für mich keine Möglichkeit gibt Home office zu machen. Genau aus diesen Gründen. Du arbeitest genauso hart wie vorher, nehme ich jetzt mal an und kannst natürlich nicht alles picco bello haben. Was Du sparst ist nur die Zeit für den Weg zur Arbeit. Nur die hast Du gewonnen. Lass was liegen, koch nicht öfter als früher. Mach Deiner Familie das deutlich. Du wirst auch nicht weniger verdienen als vorher, nehme ich an. 😉
    So jetzt mach ich die Kerze an. Liebe Grüße und Dir einen wunderschönen ersten Advent.

    1. Danke dir für die lieben Worte, Tina :) Du hast recht – man muss das dann auch einfach mal etwas entspannter sehen – man wird schon darein wachsen. LG Anke

  7. In der IT sagt man ja gerne mal Remote arbeiten. Über die Jahre setzt sich das nun endlich etwas durch. Früher wurde da ja gern mal unterstellt, man würde sich einen faulen Lenz machen. Derweilen war ich da immer viel produktiver, weil ja nicht dauernd einer rein rennt und einen ablenkt. Ist Natürlich was anderes, wenn die Kunden dann immer bei dir im Haus sind.
    Schön, dass das für dich so gut klappt :)
    Liebe Grüße und einen schönen ersten Advent
    Ela

    1. Danke dir, Ela :) Ich glaube, wer einmal im Home-Office gearbeitet hat, der wird sich das Vorteil mit dem faulen Lenz ganz schnell anders überlegen- Aber heute ist das ja eh viel mehr Standard und es gibt nicht mehr so viele Vorurteile. LG Anke

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