Immer wieder sonntags #29

17. Mai 2015

Ihr kennt es sicherlich auch, dass es im Leben Situationen gibt, die auf den ersten Blickt sehr verfahren wirken. Und man fragt sich: Wie komme ich da bloß wieder raus? Nun ja, das Leben ist ja bekanntlich kein Ponyhof, aber solche Situationen können einen schon mal kurzfristig zur Verzweiflung treiben. Da ist guter Rat manchmal teuer.

Ich musste mich am Anfang des Monats entscheiden, ob ich weiterhin Bauchschmerzen habe oder ob ich dem Schrecken ein schnelles Ende bereiten soll. Wie ihr ja alle wisst, stecke ich bis über beide Ohren in der Umsetzung unseres Neubaus. Der Plan war Ende Juni in unser fertiges Holzrahmenbauhaus zu ziehen. Es müssen bis dahin rund 600qm gespachtelt werden, das ist quasi die Putzarbeit bei einem Stein-auf-Stein-Haus. Wir hatten die Malerarbeiten, genau wie alle anderen Arbeiten, ausgeschrieben, da wir keinen Architekten haben. Die Firma, die wir ausgesucht haben, machte einen guten Eindruck. Auch bei der Baubesprechung wurden wir uns schnell handelseinig und mir viel ein Stein vom Herzen dieses große Handwerk vergeben zu haben – wir lagen total im Zeitplan.

Immer wieder sonntags #29

Jeden Abend nach der Arbeit fahre ich zur Baustelle und schaue, ob alles nach Plan läuft, es Probleme gibt oder die Handwerker vielleicht noch etwas für den nächsten Arbeitstag benötigen. Beim Beschauen der Spachtelarbeiten wurde ich allerdings von Tag zu Tag unruhiger: Die Arbeit war einfach nicht zufriedenstellend. Ich rief daraufhin bei der Firma an, jeder hat schließlich eine zweite Chance verdient! Von einer versprochenen Ausbesserung der Arbeiten war allerdings nichts zu sehen. Daraufhin bat ich den Meister für einen Termin auf die Baustelle. Ich bin der Meinung, dass man so ernste Gespräche besser bei einem persönlichen Termin regelt, da die Mimik und Gestik dabei sehr viel ausmachen. Allerdings musste ich mich am Ende dieses Gesprächs sogar noch beleidigen lassen. Kurzer Hand schmiss ich die Firma von der Baustelle. Das hat gut getan!

Nun stand mit der Lösung des einen Problems aber das nächste vor der Tür. Einen Maler für 2015 kann ich mir abschminken. Oder? Der Umzugstermin schien in weite Fern zu rücken. Am nächsten Tag lief mir unser Fliesenleger auf der Baustelle über den Weg. Ich sprach ihn ohne viel Hoffnung an, doch er kannte tatsächlich jemanden, den er sofort anrief. Immer, wenn man nicht mehr damit rechnet! Seit einer Woche sind die neuen Maler auf der Baustelle und die liefern wirklich 1A Arbeit ab.

Wieder einmal hat sich gezeigt: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Manchmal verschwendet man viel zu viel Zeit damit auf die geschlossene Tür zu schauen, sodass man die weit geöffnete gar nicht bemerkt. In diesen scheinbar ausweglosen Situationen, hat sich für mich einmal mehr gezeigt, dass es sich nicht lohnt lange Trübsal zu blasen. Stattdessen sollte man vorwärts schauen und sich möglichst nicht von seiner Negativität übermannen lassen, auch wenn es in dem Moment schwer ist. Es lohnt sich die Augen nach anderen Möglichkeiten offen zu halten. :)

Bis bald,
eure Anke

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