Immer wieder sonntags #34

2. August 2015

Dorfleben

Ich bin eine waschechte Bremerin. Daraus mache ich kein Geheimnis und auch ihr habt das wahrscheinlich schon mitbekommen. Ab und zu habe ich das bestimmt mal erwähnt 😉 Bis heute fühle ich mit Bremen eine tiefe Verbundenheit und das liegt nicht nur an unserem tollem SV Werder Bremen. Viele meine Freunde und Bekannte wohnen immer noch dort. Trotzdem hat es mich schon vor vielen Jahren raus aus der Stadt, in Richtung Kleinstadt gezogen. Ich habe über 21 Jahre in der östlichen Vorstadt von Bremen gewohnt, habe dort meine Kindheit und meine Jugend verbracht. Als ich mit 22 in Richtung Kleinstadt gezogen bin, war das eine ganz schöne Umstellung. Vorallem das öffentlich Verkehrsnetz ließ mich gefühlt im Stich. Das Auto rettete mich; es brachte mich immer dann zur Arbeit, wenn der Bus mal wieder nicht wollte. Später zogen wir noch weiter, in Richtung Dorf. Da war wieder alles anders. Ich lernte die Vorteile des Landlebens lieben. Der Schulbus für die Kinder vor der Tür, alles fußläufig zu erreichen – sehr praktisch und beruhigend für eine junge Mutter mit zwei kleinen Kindern. Alles hatte ich in meinem Umfeld. Diese positiven Seiten des Dorflebens liebe ich noch heute. Sehnsucht nach der Stadt habe ich nicht. Ich bin sehr gerne in Bremen und in anderen großen Städten, aber ich freue mich immer wieder auf zuhause, auf unser Dorf. Jetzt wo wir noch einmal umgezogen sind und weiter vom unmittelbaren Ortskern entfernt wohnen, werde ich immer häufiger von den Städtern angesprochen warum wir denn nicht wieder in die Stadt zurückkehrt sind. So wie viele meiner Bekannten. Ich sag es euch: ich brauche die Ruhe. Der perfekte Ausgleich zum turbulenten Leben. Es gibt nicht schöneres als abends auf meiner Terasse den Tag ausklingen zu lassen und nur die Geräusche der Natur zu hören. Mir fehlt hier nichts. Vielleicht sehne ich mich in 10 Jahren wieder in die Stadt zurück. Aber jetzt fühle ich mich hier pudelwohl. In nur einer Minute bin ich mit Shila im Wald und kann dort walken. Das Landleben hat also auch seinen Reiz. Für mich ist es sogar absoluter Luxus. Zwar höre ich jetzt nicht mehr die Stadtgeräusche, wie von Bus und Bahn – dafür aber das Zwitschern der  Vögel. Und damit kann ich auch sehr gut leben!

Wie sieht’s bei euch aus? Stadtkind oder Dorfliebhaber? Wo fühlt ihr euch am wohlsten?
Einen schönen Sonntag euch!

Bis bald,
eure Anke

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3 Kommentare zu “Immer wieder sonntags #34

  1. Aachen ist zwar kein Dorf, aber wir wohnen außerhalb des „Rings“ in zweiter Reihe an einer eher mittelbelebten Straße. Ich bin zu Fuß in 15 Minuten im Zentrum und in die andere Richtung in 15 Minuten mitten im Grünen. Weil ich auf beides ungern verzichten würde, ist es für mich die perfekte Mischung. Müßte ich allerdings wählen zwischen Dorf und Stadt, würde ich mich für die Stadt entscheiden. Für diese hier, denn sie beherbergt auch meine Freunde…

    1. Das klingt echt nach einer super Mischung 😉 ich mag auch sehr gerne, dass ich innerhalb von 30 min im Bremer Stadtleben bin. Liebe Grüße Anke

  2. Am wohlsten würd ich mich in so einer Mischung fühlen. Entscheide ich mich für was, dann das Dorf :) da kommen meine Wurzeln durch. Liebe Grüße Ela

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