Ischa Freimaak

23. Oktober 2014

„Ischa Freimaak“ tönt es zurzeit überall in Bremen. Bereits seit 1035 feiern die Bürger der Hansestadt die Marktgerechtigkeit mit einem bunten Jahrmarkt und haben damit eine der längsten Volkfesttraditionen Norddeutschlands. Was für den Münchner das Oktoberfest ist, das ist für uns Bremer der Freimarkt. Das größte Volksfest im Norden, unsere fünfte Jahreszeit.

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Herrliche Düfte nach gerösteten Mandeln, Zuckerwatte, gegrillter Bratwurst, leckeren Fischbrötchen und deftigen Nackensteaks mit Krautsalat steigen mir sofort in die Nase, als ich am Bremer Hauptbahnhof ankomme. Direkt hinter dem Bahnhof beginnt das bunte Treiben, der „große“ Freimarkt. Als echte Bremer Deern fühle ich mich hier sofort heimisch. Ich fahre immer von Verden mit dem Zug nach Bremen, dann habe ich keine Parkplatzsorgen, gerade in der Freimarktszeit steppt hier der Bär.

Mir kommt es so vor, als wäre der Freimarkt in diesem Jahr noch größer, noch voller und vor allem noch lauter. Ich bin mit einer kleinen Frauenrunde unterwegs und wir haben zusammen einen riesigen Spaß. Für Karussellfahrten bin ich seit einiger Zeit jedoch nicht mehr zu haben, ich bin dann eher „die Taschenträgerin“ :-) Beim Gang durch die Menschenmassen bin ich Immer wieder überwältigt, welch spektakuläre Fahrgeschäfte es gibt. Immer schneller, immer höher. Wir lassen uns mit den Strom treiben, trinken das ein oder andere Bier, essen viel zu viel fettige Sachen (aber die schmecken ja auch sooo verdammt gut) und fahren gegen Mitternacht wieder nach Hause. Wieder einmal ein schöner Abend auf dem Freimarkt mit sehr viel Spaß.

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Als ich zuhause ankomme und meinem Mann von unserem Mädelsabend berichte, kommt mir aber immer mal wieder ein Gedanke. Bei unserem Lieblingsitaliener mit herrlicher Antipasti, leckerem Hautgericht und einem klitzekleinem Dessert, dazu einen guten Wein, da gefällt es mir mittlerweile ein klein bisschen besser. Die Jahre verändern eben die Menschen, auch eine waschechte Bremer Deern. Aber jeder Mensch hat seine Prioritäten und jeder soll nach seiner Fasson (bremisch) glücklich werden.

Und auch wenn mir ein Abend beim Italiener um die Ecke mittlerweile besser gefällt, als all der  Volksfest-Trubel, so ist sicher, dass ich mich auch nächstes Jahr zumindest einmal wieder in das bunte Treiben stürzen werden. Einmal im Jahr muss das doch sein. Immer dann, wenn es heißt: „Ischa Freimaak“, denn daran hängt mein Bremer Herz.

Freimarkt2

Wer von euch hat schon einmal das schönste Volksfest im Norden besucht?

Bis bald,

eure Anke

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