Kleine Auszeiten

28. Februar 2016

Immer wieder sonntags #57

Wie ihr ja wisst habe ich im letzten Jahr ziemlich viel um die Ohren gehabt. Erst am Anfang des Jahres unser Hausbau und wer schon einmal gebaut hat, weiß was es bedeutet. in einem halben Jahr ein Haus zu fertig zu stellen. Klar haben die Handwerker gut und zügig gearbeitet, aber trotzdem hat Frau als Bauherrin viel zu tun. Während der Bauzeit habe ich mir immer ein Ziel gesetzt: wenn das Haus erst einmal fertig ist, dann nimmst du dir erst einmal eine Auszeit. Auch wenn es nur ein Wochenende ist, egal irgendetwas tolles unternehmen. Vielleicht ein Wellness-Wochenende am Meer. Dann kam aber erst einmal der Umzug… das alte Haus leer zu räumen war schon sehr anstrengend. Nicht nur emotional, sondern auch körperlich.

Dann kam noch der Umzug von meinem Studio in unser Haus, denn ich hatte mir ja vorgestellt mein Leben zu entschleunigen! Es sollte alles einfacher und zeitsparender sein. Und die gewonnene Zeit sollte nur für mich sein. So viele Gedanken und Ideen hatte ich: „Vielleicht findet sich auch Zeit und Raum, um wieder mit dem Malen anzufangen, mehr Sport zu treiben, oder einfach mal wieder ganz spontan einen Städtetrip zu machen“. Ach ja, das wäre schön. Leider war die Realität anders, ich mutierte immer mehr zum Hamster im Rad!

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So wurde es nichts mit meinem entschleunigten Leben, das wurde mir ziemlich schnell klar. Ein fester Zeitpunkt sollte helfern, ein Datum zum Notieren. Es war, wie sollte es anders sein, der 01.01.2016 – der beste Tag für neue „Vorsätze“. Leider wurde auch daraus wieder nichts. Die Arbeit im Studio, die Betreuung von meiner Mutter, die Büroarbeit, zu viele Menschen, die etwas von mir wollten („Kannst du mal eben?“). Und am Abend um 20 Uhr war ich fix und fertig und um 21 Uhr im Bett. Da ich als Frau mitten in meinem persönlichen „Wechsel“ bin, muss ich mit meiner Kraft haushalten. Das ist etwas, was mir immer sehr schwer fällt.

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Aber so konnte es auch nicht mehr weitergehen. Also habe ich dem täglichen Stress den Kampf angesagt! Auch kleine Auszeiten lassen meinen Geist jetzt zu Ruhe kommen. Kleine Spaziergänge in der Natur, das Zwitschern der Vögel. Dem Rauschen eines Baches zu lauschen oder in einem Eiscafé einen leckeren Milchkaffee zu trinken, unterbrechen meine Hektik im Alltag. Natürlich freue ich mich besonders, wenn wir am Wochenende mit dem Wohnmobil unterwegs sind und ich wieder die raue Seeluft schnuppern kann, oder mir in Hamburg an den Landungsbrücken ein leckeres Fischbrötchen gönne. Nachdem ich ein klares Stopzeichen in meinen Alltag integriert habe, fühle ich mich heute wieder weitaus wohler..In der nächsten Woche beginne ich mit meinem 2. Stopzeichen – seid gespannt, ich werde berichten!

Bis bald,
eure Anke

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Ein Kommentar zu “Kleine Auszeiten

  1. Liebe Anke, ich finde es gut, dass du dir deine Auszeiten gönnst. Ich sehe soviel Stress und Hektik um mich und ich bin sogar selber nicht immun gegen. Aber man muss schon gut auf sich achten finde ich. Viel Erfolg dann für Stoppzeichen II.
    Viele Grüße Ela

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