La vie est belle

27. Januar 2015

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Bloggerin, Unternehmerin, Familienmensch – eine Frau mitten im Leben, eine echte Macherin. Anita Freitag-Meyer weiß, was sie im Leben will. Und das setzt sie um, immer mit einem Lächeln im Gesicht. Ihre spannende Lebensgeschichte hat sie mir neulich bei einem Kaffee erzählt. Ich bin nach wie vor fasziniert – von der Lebensfreude, mit der sie all ihre Aufgaben meistert.

Anita Freitag-Meyer ist eine moderne und selbstbewusste Frau. Sie betreibt einen eigenen Blog, in dem sie über ihre Modevorlieben schreibt und was sie sonst noch so bewegt – unsere große Gemeinsamkeit. Den privaten Blog Mademoiselle Vendredi betreibt sie jedoch nur nebenbei, denn zum Bloggen an sich kam sie auf ganz anderem Wege: In Verden, wo auch mein Kosmetikstudio ist, gibt es seit Mitte der 40er Jahre die Keksfabrik Hans Freitag. Diese wurde damals vom gleichnamigen Inhaber gegründet – Anita Freitag-Meyers Großvater. Heute leitet sie die Firma in dritter Generation. Wie selbstverständlich war es für sie in das Unternehmen einzusteigen? „Einer musste es ja machen“, scherzt sie. Aber auf ihr, als Älteste von drei Geschwistern, habe schon ein gewisser Druck gelastet, fügt sie ernster hinzu. Am Ende sei dies jedoch genau die richtige Entscheidung für ihr Leben gewesen.

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Nach dem Abitur lebte Anita Freitag-Meyer zehn Monate mitten in Paris. Von der Weltmetropole schwärmt sie noch heute. Zurück in der Kleinstadt Verden stieg sie mit einer Lehre in den Familienbetrieb ein. Anschließend wurde sie an der Seite ihres Vaters Teil der Geschäftsführung. Nun leitet Anita Freitag-Meyer das Unternehmen seit einigen Jahren allein und hat mit einer außergewöhnlichen und mutigen Idee ihre Firma in das 21. Jahrhundert geführt. Dem Blogging. Soweit so normal. Doch ein Blog für eine Keksfabrik? Das klang nicht nur für Außenstehende ungewöhnlich, auch in den eigenen Reihen stieß Anita Freitag-Meyer zunächst auf Vorbehalte. Doch allen Skeptikern zum Trotz ging der Keksblog 2011 online. „Das Schlimmste ist für mich Stillstand, Langeweile“, sagt sie über sich selbst. Deshalb wagte sie diesen Schritt.

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Wie sich zeigen sollte, war die Entscheidung ihre Idee zu realisieren genau die richtige. Schon im darauffolgenden Jahr erhielt der Keksblog die Auszeichnung als „Bestes Corporate Blog 2012“ beim deutschen Preis für Onlinekommunikation – na wenn das nichts ist! Nun war der Bann gebrochen und die Zahlen sprachen für sich. Mittlerweile ist der Keksblog quasi ein Selbstläufer geworden.

„Die Themen fliegen mir zu. Redaktionspläne sind nichts für mich. Wenn man zu viel plant, wenn man zu viel auf Ergebnisse schielt, dann kommt Krampf da rein. Dann wird’s unsympathisch und unlocker – man muss dabei Mensch bleiben.“

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Vermutlich ist das genau der Grund, warum dieser Blog absolut authentisch ist und eine große regelmäßige Leserschaft hat. Auch privat ist bei Anita Freitag-Meyer immer viel los. „Ich brauche immer Ziele. Ich bin ein Zahlen-Daten-Fakten-Typ.“ Also nahm sie sich beispielsweise vor, einen Halbmarathon zu bestreiten und absolvierte diesen erfolgreich. Seit neuestem betreibt sie Yoga und hat Mediation für sich entdeckt.Total spannend für mich zu sehen, wie begeistert Anita Freitag-Meyer von ihren täglichen Übungen erzählt – umso motivierter bin ich für meine Yogastunden. Aber wie schafft sie das eigentlich alles? „Ich bin neun bis zehn Stunden im Büro und zudem öfter auf Geschäftsreisen. Trotzdem nehme ich mir Zeit für die Familie, zum Lesen, für Sport oder stricke. Wenn man das will, dann schafft man das auch.“

Bei all den verschiedenen Eindrückenhabe ich mich gefragt, was denn für Anita Freitag-Meyer Wohlfühlglück bedeutet:

Dieses Gespräch war sehr inspirierend und es hat mir gezeigt, dass es manchmal nicht so wichtig ist, was andere Menschen über die eigenen Ideen sagen. Also: mutig sein und einfach ausprobieren – solange man Spaß daran hat. Und diesen Spaß habe ich am Bloggen. Ihr werdet also auch in Zukunft von mir hören. Um es mit den Worten von Anita Freitag-Meyer zu sagen:

„La vie est belle“

Bis bald,
Eure Anke

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9 Kommentare zu “La vie est belle

  1. Ein wunderbarer Text. Ich gehöre noch nicht wirklich zur Zielgruppe ;o) Freue mich aber drauf, wenn es denn so ist. Und bis dahin lese ich einfach mit … Denn Wohlfühlglück (was für ein tolles Wort!) ist auch unter 40 extremst wichtig.

  2. Liebe Frau Brietzke, oder darf ich Anke sagen? :-) Vielen Dank für diesen tollen Artikel, ich freue mich sehr darüber! Ganz herzliche Grüße von Bloggerin zu Bloggerin und weiterhin ganz viel Freude und Erfolg mit „Wohlfühlglück“ – Sie machen das ganz wunderbar! :-) Anita

    1. Natürlich ist Anke in Ordnung 😉 … so unter uns Bloggern erst recht! Es war mir eine große Freude und hat super viel Spaß gemacht :) Danke für die lieben Worte! Beste Grüße Anke

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