Über Wertschätzung, Yoga und eine gesunde Work-Life-Balance

18. Februar 2015

Himmel noch mal, da haben sich aber zwei Schwestern gefunden. Ich bin ja nun auch schon nicht auf den Mund gefallen. Aber Daniela Bessen steht mir da in nichts nach. Bei unserem ersten Treffen haben wir uns nach zwei Stunden voneinander verabschiedet und hätten wohl noch den ganzen Tag weiter schnacken können, wie wir Norddeutschen sagen.

Daniela Bessen (10)

Ich wollte Daniela kennenlernen, weil sie eine Netzwerkerin ist – und zwar hauptberuflich. Sie ist in Niedersachsen für die große Region rund um Verden Verbandsbeauftragte des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW). Das ist ein Netzwerk für mehr als 270.000 Unternehmen in ganz Deutschland. Danielas Job ist es, Menschen und Unternehmen an einen Tisch zu bringen. Das macht sie mit reichlich Energie und Freude. Eine Frau mit vielen Talenten.

Mir ist schnell klar geworden: Es gibt offenbar Personen, die sind fürs Netzwerken gemacht. Daniela ist so eine und sie tut dies quasi nebenbei. Zu fast jedem Thema fallen ihr sofort Ideen und Kontakte ein. Daniela lebt die face-to-face-Kommunikation: „Ich lege viel Wert darauf, dass ich mit den Unternehmen persönlich in Kontakt trete. Den Ansprechpartner zu kennen und ein Gesicht zu dem Namen zu haben, ist doch viel angenehmer, als eine nahezu anonyme E-Mail.“

Und was ist dann mit Social Media und online-Kommunikation? Auch da ist Daniela zu Hause, momentan ist sie vor allem auf Twitter aktiv. Aber sie nutzt diese Kanäle tatsächlich vor allem, um Informationen zu verbreiten.

Daniela Bessen (13)Netzwerken macht aber nur einen Teil von Danielas Berufsleben aus. Sie ist auch im Betrieblichen Gesundheitsmanagement unterwegs und hat dafür eine eigene Beratungsagentur gegründet: vitabusiness concepts. Auch hier pflegt sie engen Kontakt mit den Unternehmen und hat vor allem eine Botschaft: Mit dem Thema Gesundheit kann man in Betrieben nur dann Erfolge erzielen, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer an einem Strang ziehen. „Die Verantwortung liegt nicht nur bei dem Arbeitgeber, auch der Arbeitnehmer muss seine Wünsche und Grenzen kommunizieren. Man sollte auch als Arbeitnehmer mal ‚nein‘ sagen können. Das gehört zur Selbstverantwortung. Aber man muss auch um Hilfe bitten dürfen.“ Schon mit Kleinigkeiten wie z.B. einem hochwertigen Stuhl bei Rückenproblemen, kann ein Unternehmen seinen Beschäftigten Wertschätzung zeigen. „Wertschätzung ist besonders wichtig. Wenn das, was man leistet, wertgeschätzt wird, macht man es umso lieber.“

Und was ist sonst noch besonders wichtig für die eigene Gesundheit? Die richtige Atmung, sagt Daniela, auch in stressigen Situationen und – ein Gefühl für den eigenen Körper zu entwickeln. Da bietet sich Yoga ja geradezu an – war ja auch mein erster Gedanke. 😉 Daniela, die die ganze Zeit schon ein Lächeln auf den Lippen hatte, beginnt bei diesem Thema zu strahlen. „Es macht mir so unglaublich viel Spaß den Menschen Yoga beizubringen. Zu sehen wie sie ihren eigenen Körper spüren und nach der Stunde entspannt den Raum verlassen, macht mich glücklich.“ Eine eigene Yogaschule war immer ihr Traum. Ob sie ihn noch verwirklichen wird, weiß sie nicht genau. Aber ein Yogadate haben wir zwei auf jeden Fall schon! :)

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Bei so viel Engagement für andere frage ich mich, ob Danielas Privatleben nicht vielleicht zu kurz kommt. Sie lebt in einer Lebenspartnerschaft und hat mit Anfang vierzig keine Kinder. Also eine Businessfrau, die nur auf die Karriere fixiert ist? Vielleicht ein klassisches Vorurteil – wird sie sie denn öfter damit konfrontiert? „Nein, damit habe ich noch keine schlechten Erfahrungen gemacht.“ Fehlt ihr denn etwas? „Darüber habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht nachgedacht – hatte ich bis jetzt gar keine Zeit zu. Ich bin nicht prinzipiell dagegen, Kinder zu haben. Ganz im Gegenteil, ich mag sie sehr und habe einen guten Zugang zu ihnen. Aber es hat sich irgendwie noch nicht ergeben. Falls mir mal etwas fehlen sollte, hätte ich auch Spaß daran ehrenamtlich mit Kindern zu arbeiten, da gibt es ja viele Möglichkeiten. Ich bin glücklich mit meinem Leben.“ Und das glaube ich ihr aufs Wort. Daniela Bessen scheint beruflich und privat zufrieden und vollkommen ausgeglichen zu sein. Das liegt bestimmt auch am Yoga. 😉

Also, ich bin mal wieder sehr inspiriert von diesem Gespräch und freue mich schon auf die gemeinsame Yogastunde. Es fielen auch Worte wie „Yogareise“. Mal sehen, was da noch auf mich zukommt. Ihr dürft gespannt sein, ich bin es auch! 😉

Bis bald,

eure Anke

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