Vegan ist in

22. Mai 2015

Heute leben und ernähren sich immer mehr Deutsche vegan. Aber hält diese Ernährung wirklich gesund und fit? Schon öfter habe ich mir die Frage gestellt, was denn eigentlich daran nun genau so besonders ist? Religiöse oder gesundheitliche Gründe, wegen Nachhaltigkeit oder aufgrund von Tierschutz – die Begründungen für ein veganes Leben sind vielfältig. Das Image der Veganer hat sich in der letzten Zeit positiv verändert. Was vor ein paar Jahren noch mit ‚Öko’ und ‚Alternativ’ abgetan wurde, bekommt heute einen anderen Stellenwert: Man verbindet diesen Lebensstil heute mit Fitness, Gesundheit und Selbstbestimmung.

Vegan

Immer mehr junge Großstädter entschließen sich zu dieser Lebensart. Das Risiko für Gicht, Rheuma oder Herzerkrankungen wird durch eine fleischlose Ernährung nachweislich gesenkt. Langzeitstudien haben ergeben, dass die Sterblichkeit an Herzkrankheiten bei Veganern im Vergleich zu Fleischessern im Durchschnitt um bis zu 26 Prozent geringer ist. Eine durchaus beeindruckende Zahl! Auch die Gefahr an Diabetes Typ 2 zu erkranken sinkt. Allein die höhere Zufuhr an Ballaststoffen bei veganer Ernährung reduziert das Risiko um 20 – 30 Prozent. Auch sind fleischhaltige Lebensmittel oft sehr energiereich und fördern so das Übergewicht und Adipositas. Durch das vermehrte Essen von Obst und Gemüse soll auch das Krebsrisiko deutlich verringert werden. Hinzu kommt auch, dass Veganer häufig besser mit Vitamin C und E sowie Magnesium versorgt sind.

Aber was ist mit Proteinen, Eisen, Kalzium und Omega-3 Fettsäuren? Natürlich hat auch diese Medaille zwei Seiten. Ein Mangel an Eisen macht sich oft u.a. durch Müdigkeit, Blässe, Infektanfälligkeit und Konzentrationsstörungen bemerkbar. Sehr oft wurde bei den Veganern auch ein Mangel an Vitamin B12 (Blutarmut und neurologische Veränderungen, die unbemerkt irreversible Schädigungen hervorrufen können) bemerkt. Auch die Versorgung mit Kalzium kann unzureichend sein. Durch den Verzicht auf Milch und Milchprodukte fehlen die reichsten Kalziumquellen. Mögliche andere Lieferanten sind: Mandeln, Paranüsse, Grünkohl, Rucola, oder Sesam. Auch auf ein magnesium- und kalziumreiches Mineralwasser sollte geachtet werden, das beste Verhältnis ist 2:1 (Kalzium:Magnesium).

Mein Fazit: Eine vegane Ernährungsart, wenn sie mit bestem Wissen und Gewissen über Lebensmittel und Ernährung durchgeführt wird, kann für die Gesundheit sehr förderlich sein.

Mein Tipp: Von jedem Etwas und nicht zu viel ist eine gesunde Mischung. Ich lebe nicht vegan, denn ich könnte auf manche Lebensmittel einfach nicht verzichten. Dennoch sollte man auf Nachhaltigkeit und die Gesundheit achten. Da darf es auch einmal ein Glas Wein oder Bier zu einem saftigen Steak mit Gemüse oder Salat sein – alles in Maßen :)

Sind Veganer unter euch? :) Was hat euch dazu veranlasst diesen Lebensweg einzuschlagen? Und warum sind die anderen es nicht? Könnt ihr auch nicht auf ein Stück Fleisch ab und an und das Frühstücksei am Sonntag verzichten? 😀

Bis bald,
eure Anke

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6 Kommentare zu “Vegan ist in

  1. Ich halte diese Modeerscheinung für sehr kritisch . Für einseitiges Essen sind unsere Körper nicht konzipiert . Für mich selbst halte ich es so , von allem etwas und so viel ich hunger habe . Meine Waage und meine körperliche Verfassung bestätigen mir das ;))
    Von daher kann es nicht verkehrt sein
    LG Heidi ( die Essensmissionare sehr anstrengend findet 😉 )

  2. Vegan kenne ich nur als eine, die ab und zu für ihren vegan lebenden Bruder kochte, und ich – als leidenschaftliche Köchin – habe es als zu eingeschränkt empfunden, das Kochen wurde hier zum korrekt auszuführenden Handwerk, statt eine sinnliche, kreative Freude zu sein.

    Der Bruder lebt übrigens „nur“ noch vegetarisch, und ich esse gelegentlich Fleisch, vielfach aber auch nicht. Ohne Käse hingegen könnte ich nicht leben bzw. essen, deshalb bin ich garantiert keine Vegan-Aspirantin, wohl aber eine Teilzeit-Fleischverzichterin. Auch eine Art von Mittelweg…

    1. Es gibt ja mittlerweile so viele vagene Alternativen z.B. vegane Schnitzel, vegane Frikadellen, vegane Würstchen… Aber das ist halt irgendwie nicht das Gleiche :/

  3. Ich habe mal eine Zeit vegan gelebt, aber dann gewisse Mangelerscheinungen aus deiner Beschreibung bemerkt, auf Tabletten wollte ich nicht setzen und habe darum dann auf gemischt wieder umgestellt. Es gibt sehr viel vegetarisches nun bei uns. Das hat sich körperlich als am Besten für mich gezeigt.
    Ich finde man muss einfach da seinen Weg finden.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende ela

    1. Genauso sehe ich das auch Ela, man merkt selbst am besten was dem eigenen Körper gut tut und was nicht. Dein Mittelweg hört sich sehr gut an! :)

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