Persönliches auf dem Blog

19. Januar 2016

Blogparade
„Wie viel Persönliches/Privates muss, kann, sollte ein Blog enthalten?“

Vor kurzem habe ich bei der lieben Sabine einen sehr interessanten Artikel zu dieser Frage und über ihre Einstellung zu Persönlichem und Privatem auf dem Blog gefunden. Der Artikel ist Teil einer Blogparade, zu der Maria von Unruhewerk aufgerufen.

Kurz hin und her überlegt und dann ganz spontan entschieden, dass ich auch gerne meinen Senf dazu geben möchte. Denn das Thema hat mich gerade zu Beginn meiner „Bloggertätigkeit“ sehr beschäftigt. Wie viel Privates verträgt mein Blog eigentlich? Wie viel braucht er? Als ich vor über einem Jahr mit  dem Bloggen  angefangen habe, habe ich mir sehr viele Gedanken darüber gemacht, wie viel Privates hier her gehört. Es ist ja immerhin ein persönlicher Blog – über meinen Lifestyle -und kein anonymes Online-Magazin.

Wohlfühlglück_Blogparade_Persönliches_Blog_Anke

Für mich stand von Anfang an fest, dass ich nur über Dinge schreiben kann, die ich selbst ausprobiert habe, über die ich mir Gedanken gemacht habe, die ich selbst erfahren habe und die mich betreffen. Das war und ist mir nach wie vor super wichtig, denn ich will authentisch sein. Ich will mich nicht verbiegen, um hier etwas zu zeigen, dass mit meinem eigentlichen Leben nichts zu tun hat. Das wäre blöd. Daher war mir klar, wenn ich einen großen Schritt in die Öffentlichkeit, in die große Welt des Internets, wage, dann gebe ich auch persönliches preis. Und mache mich damit eben auch angreifbar.

Auch ich lese in meiner Freizeit viele Blogs und freue mich immer, wenn man wieder etwas Neues über einen Blogger erfährt oder der über etwas Interessantes aus seinem Leben berichtet. Wir wollen alle spannende Geschichten und interessante Informationen. Daher habe ich zum Beispiel auch meinen Hausbau hier auf dem Blog begleitet. Nun weiß jeder von euch, welche Fliesen wir im Badezimmer verlegt haben, wie viel Nerven mich der Hausbau gekostet hat und auch unsere Haustür kennen die meisten von euch. Das sind für mich aber Infos, die nicht ins Eingemachte gehen. Ich habe keine Probleme damit so etwas mit euch hier zu teilen. Es macht mir sogar großen Spaß.

Tabu dagegen sind für mich ganz private Fotos, wie zum Beispiel Fotos mit meiner Familie oder Freunden. Das gilt ganz besonders für die Fotos meines Enkelkindes (auch wenn die Bilder sooooo süß sind!). Da habe ich meine Prinzipien. Ich teile hier liebend gerne Ausschnitte meines Lebens, aber eben nur Ausschnitte.

Was es hier zu lesen gibt
Ich will euch hier Sachen präsentieren, die euch und auch mich betreffen und interessieren. Dazu zählen unter anderem Modeaufnahmen (auch wenn sie in unserem Hause aufgenommen worden sind) und Reiseberichte. Und wenn ihr im Zuge dessen mal unser zweites Zuhause auf 4 Rädern seht, unser Wohnmobil, ist das völlig in Ordnung für mich. Aber mich im Pyjama morgens im Wohnmobil gibt es halt nicht.
Oftmals schreibe ich auch über Dinge, die mich beschäftigen. Das Thema Schlaflosigkeit (hier noch einmal der Artikel „Nächte einer Frau„) gehörte zum Beispiel dazu. Gesundheitsthemen, Beautytipps und auch Freizeiteindrücke, wie Film- oder Buchtipps, finden sich hier auch immer wieder. Und meine Erfahrungen damit gebe ich gerne an die Öffentlichkeit weiter. Das macht mir auch total Spaß.
Aber dann gibt es auch wieder ganz private Ausschnitte und Bestandteile meines Lebens, die sich niemals hier wiederfinden werden. Mittlerweile habe ich, glaube ich, auch ein ganz gutes Gespühr dafür entwickelt, was für den Blog geeignet ist und was ich lieber im Privatem halte.

Wie bei allem im Leben muss halt auch da das Gleichgewicht stimmen. Und jeder muss für sich selbst einen Weg finden, mit dem er sich wohlfühlt. Es gibt kein richtig und kein falsch – nur das ganz persönliche Gleichgewichtsgefühl zählt hier.

Oder wie seht ihr das?
Bis bald,
eure Anke

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8 Kommentare zu “Persönliches auf dem Blog

  1. Ich sehe das wie du. Richtig und falsch gibt es da nicht. Jeder findet für sich sein ideales Mittelmaß.
    Und dann kann man damit wirklich zufrieden sein. Auch wenn ich so ein süßes Enkelkind zu gern sehen würd :) aber ich kann mir vorstellen wie niedlich.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende ela

  2. Das sehe ich genauso wie du liebe Anke! Ich finde, es muss für einen selbst stimmen. Wobei manche ja die Schamgrenzen sehr dehnen. Bei dir und vielen anderen bei uns ist das stimmig und deshalb passt es auch gut. Ich denke, dass merkt man selbst sehr schnell. Manche bauen auch nur eine unglaublich freudliche Fassade auf, da ist dann aber nur unglaublich viel heiße Luft dahinter 😉 Ich freue mich jedenfalls immer über den Austausch mit dir! Schönes Wochenende und LG Sabina

  3. Ich stimme dir da voll und ganz zu. Privates macht einen Blog gleich sehr viel interessanter, aber dennoch werdet ihr dort nie ein Foto von meinem Kleinen zu sehen bekommen. Es kann ja jeder halten wie er mag, aber ich finde es ziemlich schlimm wie manche Eltern ihre Kinder z.B. auf IG „verkaufen“ nur um mehr Follower oder Kooperationen zu bekommen.

    Sicher werde ich auch in Zukunft Ausschnitte über mein Leben zeigen, aber allzu privates bleibt offline :)

    LG Kerstin

  4. Liebe Anke,
    das halte ich ganz genau so. Natürlich gehört auch Privates mit in den Blog, aber nicht zu viel. Das gesunde Mittelmaß zu finden ist anfangs nicht so leicht. Aber man bekommt mit der Zeit ein bisschen Routine und ein gutes Gespür. Danke fürs Verlinken.

    LG Sabine

  5. Liebe Anke,

    als Blogger-Frischling habe ich mir natürlich genau die gleiche Frage gestellt. Ich sehe das eigentlich so wie du. Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Für den einen ist so gut wie alles privat, der andere hält mit nix hinterm Berg. Der Mittelweg ist meiner Meinung richtig, zumindest für mich. Ich zeige und erzähle nichts, was nicht auch sonst jeder wissen darf. Allerdings hatte ich doch Bedenken, im Impressum meine Anschrift anzugeben. Aber mir wurde gesagt, dass müsse sein und daher hab ich das auch gemacht. Aber wohl ist mir dabei nicht so wirklich.

    Liebe Grüße
    Sabine

    http://www.styleuppetite.blogspot.de

    1. Hallo Sabine, es muss sich dabei um eine ladungsfähige Adresse handeln.
      Wenn Dich der Pförtner bei Dir im Büro kenn, und ein Gerichtsdiener, die Post oder sonstwer Dir dort persönliche Post zustellen kann gilt das.
      (Ladungsfähige Anschrift i.S.V. § 253 II 1 ZPO i.V.m. § 130 Nr. 1 ZPO)
      VG
      Sunny Dinius

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